Bodensee - der schöne 2021


 

 

Mit 1,5 Std. Anreise ist der Bodensee für uns Schwarzwälder schon fast ein Naherholungsgebiet. Wir sind jedes Jahr mehrere Male dort, meist an verlängerten Wochenenden, oft auch mal im Winter für Tagesausflüge oder eine Woche Frühsommerurlaub am „Schwäbischen Meer“. Natürlich kennt jeder Meersburg, Konstanz und Überlingen – wo sich dann auch ab spätestens Mai die Menschen in Massen tummeln. Aber es gibt so viele schöne andere Orte, an denen es nicht so voll ist. 

 

 

 

Unser Lieblingsplätze am Bodensee

Unteruhldingen/Seefelden/Birnau mit der pompösen Basilika Birnau, die man von der B31 aus immer sieht, wenn man am Ostufer des Bodensees entlang fährt. Dort öffnet sich der wunderschöne Blick auf den Überlinger See (Obersee / Nordwestlicher Teil des Bodensees) und man weiß sofort: Jetzt fängt der Urlaub an! Wir sind dort gerne am Campingplatz Birnau-Maurach mit eigenem kleine Strand und nur durch den Radweg vom Bodensee entfernt. Selbst im August bleibt es dort einigermaßen beschaulich und das Restaurant „Im Vorbei“ (direkt am Campingplatz) bietet super leckeres Essen auf einer wunderschönen Terrasse mit Seeblick. Regina und Uli, die Pächter des Restaurants sind sehr herzliche Menschen, zu denen man gerne wieder kommt. Heiße Empfehlung: Der Salat mit „Knusperle“ oder der Vegetarische Teller. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad kann man von hier aus nach Norden Ri. Überlingen oder nach Süden Ri. Unteruhldingen und Meersburg, direkt am See entlang unterwegs sein oder direkt am Campingplatz mit SUP, Kajak oder Kanu aufs Wasser raus gehen.

 

 

 

Nach vielen Jahren am See haben wir 2020/21 auch mal die ganzen „Touri-Highlights“ abgegrast und waren tatsächlich von einigen angenehm überrascht. Am besten gefallen haben uns:

 

Der Affenberg Salem

Der sich zwischenzeitlich zu einem artgerechten und arterhaltenden Park für Berberaffen gemausert hat, die dort wirklich gut aufgehoben sind. Sie lassen sich durch die Menschen nicht stören und man fühlt sich dort auch nicht wie ein Eindringling. Die Affen scheinen die Menschen als Besucher entspannt zu akzeptieren. Doch was uns noch mehr fasziniert hat, waren die Störche! Ca. 100 Störche, Brutpaare und Jungtiere konnten wir dort im Sommer bestaunen. Diese wunderschönen Tiere sieht man ja sonst kaum mehr und wenn dann nur vereinzelt oder wenn sie im September in den Süden ziehen. Hier werden sie über die Brutzeit im Sommer gefüttert, so dass die Bestände wieder wachsen können, denn unter anderem durch viele Todesfälle durch Stromleitungen bei ihrem Zug in den Süden, hat sich die Population in den letzten Jahrzehnten stark dezimiert. Der Tierpark hilft hier, die Klapperstorch Bestände zu stabilisieren. Und tatsächlich klappert es in Salem kräftig. Der Park ist also für Tierliebhaber und -fotografen auf jeden Fall einen Besuch wert!

 

 
Auch die Pfahlbauten in Unteruhldingen kann man sich einmal ansehen, für Geschichtsinteressiert auch ein kleines Highlight.

 

Eine Schifffahrt auf die Insel Mainau (von Unteruhldingen aus möglich) lohnt sich ebenfalls, die schöne Blumeninsel ist wirklich einen Besuch wert, unbedingt auch ins Schmetterlingshaus gehen! Aber hier ist der Besuch eher in der Vorsaison anzuraten.

 

 

Unseren zweiten Lieblingsplatz haben wir im Corona-Frühjahr 2021 entdeckt. Die Touriroute östlich des Bodensees war uns zu stark frequentiert, so sind wir "rechts abgebogen" Richtung Radolfzell/Untersee auf die Halbinsel Mettnau. Am dortigen Strandbadparkplatz (Strandbad hatte aufgrund der Corona-Verordnung noch geschlossen) wurden wir geduldet und hatten einige wunderschöne Tage. In dem Mettnauer Park kann man wunderbar spazieren gehen und picknicken und es führt auch ein schöner Weg vorne am Inselufer entlang durch das Naturschutzgebiet – Natur pur!

 

 

Ebenfalls in diesem Frühjahr haben wir dann noch die Halbinsel Höri für uns entdeckt – ein Stück weiter von Radolfzell Richtung Stein am Rhein / Schweiz. Ein paar Kilometer vor der Grenze in Wangen findet Ihr den kleinen aber sehr feinen Campingplatz Wangen, direkt am Wasser! Der neue Pächter Michael ist sehr um das wohl seiner Gäste bedacht, sein Bruder bewirtschaftet das Camping Bistro, in dem man sehr leckere Veggieburger, Falafel und andere Gerichte bekommt (nicht nur vegetarisch!). Alles frisch zubereitet, weshalb man manchmal auch etwas länger warten muss, es lohnt sich aber auf jeden Fall. Camping Wangen ist unser absoluter Geheimtipp für entspanntes Camping direkt am See.

 

 

Von Wangen aus können wir eine Radtour nach Stein am Rhein empfehlen, eine sehr schöne Innenstadt mit netten Läden und Restaurants. Von dort sind wir mit dem Fahrrad über die Brücke weiter entlang der anderen Seite des Bodensees gefahren, und haben die Klosterinsel Werd besucht mit der Wallfahrtskappelle St. Otmar. Ein wunderschöner Kraftort! Weiter am Schweizer Bodenseeufer entlang kommt man immer wieder an schöne Stellen am See. 

 

 

 

 

Wer weiter Richtung Süden den See besuchen möchte: 2020 waren wir eine Woche am bayrischen Zipfel vom Bodensee auf dem Park-Campingplatz Lindau. Ein sehr großer Platz, aber auch direkt am See und wenn man vorne am Wasser einen Platz ergattert, auf jeden Fall auch einen Besuch wert. Von dort kann man mit dem Fahrrad Ausflüge nach Bregenz oder nach Lindau in die Stadt machen. Schon die Bühne der Bregenzer Festspiele ist einen Besuch wert. Diese kann man tagsüber kostenlos besichtigen. Sehr beindruckend!!! Leider haben wir es noch nicht geschafft, bei einer Vorstellung dabei zu sein.

 

 

 

Ein weiterer schöner Platz am See ist die Halbinsel Reichenau, B33 Richtung Konstanz. Man „betritt“ die Insel über einen Damm, eine lange beeindruckende Baumallee. Auf der Insel selbst wird noch immer viel Gemüseanbau betrieben, aber es gibt auch tolle Wege am See entlang, mit schönen Plätzen zum Chillen und Picknicken, z.B. an der Peter & Paul Kirche, oberhalb ist ein öffentlicher Parkplatz, von dort geht’s an der Kirche vorbei runter an den See und den Fußweg am See entlang um die Insel. Zum Übernachten gibt’s für 1 Nacht einen Wohnmobilstellplatz und auch einen schönen Campingplatz Sandseele direkt am Wasser – mit Restaurant – kennen wir bisher aber beides nur vom Sehen, haben dort also noch nicht übernachtet oder gegessen, sieht aber sehr schöne aus.

 

Da wir immer wieder an den Bodensee fahren, wird sich dieser Blogg sicherlich in den nächsten Jahren noch verlängern, schaut gerne immer wieder mal rein :-)!

 

Fazit:

Der Bodensee lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn man eine weitere Anfahrt hat. Für einen längeren Campingurlaub würde ich die Zeit auf jeden Fall aufteilen, so das man möglichst viel vom See sieht, denn die Wege um den See sind schon weit und der Verkehr sehr dicht, vor allem am Ostufer, also lieber 3-4 x den Standort wechseln, damit Ihr viel sehen und erleben könnt. Und am besten in der Vor- oder Nachsaison reisen. In der Hauptsaison auf jeden Fall den Stellplatz vorreservieren!

 


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